Jan 05

Foto: Pixelio.de / segovax

Waschnüsse erinnern mit ihrer schrumpeligen Oberfläche auf den ersten Blick eher an Trockenobst als an waschechte Nüsse. Sie kommen aus Indien, besitzen eine Größe zwischen Hasel- und Walnuss und verfügen über eine erstaunliche Fähigkeit: In ihrer Schale sitzen Saponine, waschaktive Substanzen, die beim Kontakt mit Wasser einen seifenähnlichen Schaum bilden. In Indien ist die schmutz- und fettlösende Kraft der Früchte vom Waschnussbaum seit Jahrhunderten bekannt. Seit längerer Zeit sind Waschnüsse auch hierzulande populär und werden als ökologische Alternative zu den üblichen Waschmitteln gehandelt. Aber kann ihre Waschkraft wirklich überzeugen?

Sylvia Frank vom Netzwerk Haushalt empfiehlt im Tagesspiegel-Interview, 10 bis 15 halbierte Waschnuss-Schalen in einem Baumwollsäckchen in die Trommel der Waschmaschine zu geben. Damit ausreichend Saponine aus der Schale gelöst werden, muss man ein Vollwaschprogramm wählen. Der Vorteil der Waschnuss-Methode liegt vor allem in der besonders schonenden Wäsche, die ganz ohne künstliche Inhaltsstoffe auskommt. Besonders für Allergiker und Asthmatiker stellen Waschnüsse daher eine echte Alternative zu industriellen Waschmitteln dar, so der Tagesspiegel.

In ihrer Waschkraft reichen Waschnüsse Sylvia Frank zufolge allerdings nicht an herkömmliche Waschmittel heran. Bei stark verschmutzter Wäsche müssen sie passen. Ungewohnt ist auch das Fehlen von zusätzlichen Bleichmitteln. Bei weißer Wäsche kann sich dadurch auf die Dauer ein Grauschleier bilden, der zwar unproblematisch, aber unansehnlich ist. Wer trotzdem vom natürlichen und schonenden Waschen mit den Nüssen profitieren will, sollte also ein Bleichmittel zusetzen. Ätherische Öle für einen angenehmen Geruch oder bei Bedarf Fleckensalz können das Potenzial von Waschnüssen zusätzlich steigern, so der Tagesspiegel.

Bildquelle: Pixelio.de / segovax

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