Mai 15

Foto: pixelio.de / Friese 1962

Moderne Vollwaschmittel sind leistungsstärker denn je. Schon bei niedrigen Temperaturen entfalten sie eine Reinigungskraft, die früher erst im Kochwaschgang erreicht wurde. Um alle Sparpotentiale, die sich daraus ergeben, voll ausschöpfen zu können, ist es wichtig, ein paar Grundregeln bei Dosierung, Waschmittelwahl und Programmwahl zu beachten. Der bewusste Umgang mit den Ressourcen ist nicht nur gut fürs ökologische Gewissen, sondern macht sich auch im Geldbeutel angenehm bemerkbar.

In älteren Generationen galt lange die 95°-Kochwäsche als Inbegriff von Reinheit und Sauberkeit. Blütenweiße Bettwäsche verlangte geradezu nach der Behandlung mit hohen Temperaturen. Dank neuartiger Zusätze beim Waschmittel lassen sich entsprechende Ergebnisse heute bei 60° und weniger erreichen. Der Energieverbrauch der Waschmaschine wird glatt halbiert, wenn man Kochwäsche im 60°-Programm wäscht, so Ina Rüdenauer vom Freiburger Öko-Institut im Deutschlandfunk-Interview . Auch moderne Waschvollautomaten verfügen noch über 95°-Programme, vom Standpunkt der Sauberkeit her sei die Kochwäsche aber überflüssig. Schmutzentfernung und Reduktion der Keimzahl in den Textilien ist bei einem Großteil der Wäsche schon bei 30° oder 40° ausreichend gewährleistet. Auch der Vorwaschgang ist eher ein Relikt aus vergangenen Zeiten und bei den meisten Alltags-Verschmutzungen nicht mehr notwendig.

Für Buntwäsche sollte man Colorwaschmittel bevorzugen. Hier fehlen die Bleichmittel und optischen Aufheller, was der Farberhaltung langfristig zugute kommt. Auch für schwarze Wäsche eignet sich Colorwaschmittel hervorragend, Spezialprodukte für schwarze Textilien verbessern die Ergebnisse nicht. Pulverwaschmittel haben im Test der Stiftung Warentest generell besser abgeschnitten als Flüssigwaschmittel und sind daher zu bevorzugen. Bei der Dosierung gilt das Gebot der Sparsamkeit, die Verpackungshinweise sollten aber beachtet werden. In Regionen mit hohem Härtegrad des Leitungswassers muss das Waschmittel höher dosiert werden als in Gebieten mit weichem Wasser. Im Zweifelsfall geben die Wasserwerke gerne Auskunft über die Beschaffenheit des jeweiligen Wassers.

Bildquelle: pixelio.de / Friese 1962

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