Waschmaschinen, die bei einer Zuladung von 6 kg Wäsche weniger als 50 Liter Wasser pro Waschgang verbrauchen, gelten in den Industrieländern als sparsam. In vielen Regionen der Welt ticken die Uhren in Sachen Wasserverbrauch aber gänzlich anders. Gerade in den südlichen Entwicklungsländern ist Wasser eine sehr wertvolle Ressource, die zu Fuß von teilweise weit entfernten Brunnen oder Wasserläufen herbeigeschafft werden muss. Entsprechend mühsam ist in solchen Ländern auch das Waschen. Die Produktdesigner der Agentur designaffairs haben eine geniale Waschmaschine entwickelt, die das Waschen in Entwicklungsländern einfacher machen könnte.
Der Waschapparat Swirl funktioniert ganz ohne Strom. Es handelt sich dabei im Grunde um eine große Kunststoff-Kugel mit verschließbarer Öffnung und Haltebügel. Im Inneren dieser Kugel wird die Wäsche zur Wasserstelle transportiert. Dort wird Wasser hinzugegeben. Auf dem Rückweg erfüllt der Ball die Funktion einer Wäschetrommel, die mit dem Haltebügel sehr bequem vorwärts gerollt wird. Die fertig gewaschene Wäsche muss nun lediglich zum Trocknen aufgehängt werden. Auch für den Wassertransport kann die Swirl-Waschmaschine eingesetzt werden.
Beim Swirl-Konzept handelt es sich um ein typisches Low-Tech-Projekt: Einfache Funktion, robuste Verarbeitung und möglichste geringe Anforderungen an die Wartung sollen den Einsatz in Regionen erleichtern, die kaum über Infrastruktur verfügen. Die Swirl-Waschmaschine fügt sich zudem in den kulturellen Kontext der Entwicklungsländer ein, indem auf die Lebensgewohnheiten vor Ort Rücksicht genommen wird.
