Die durchschnittlichen Verbrauchswerte von Waschmaschinen haben sich in den letzten 15 Jahren glatt halbiert. Ursächlich für diesen Fortschritt ist vor allem die Reduzierung des Wasserverbrauchs: Je weniger Wasser die Maschine durchläuft, desto weniger Strom wird benötigt, um das Wasser aufzuheizen. Mit dem Wasserverbrauch sinkt daher auch der Verbrauch an Kilowattstunden. Zudem wird die Wäsche heutzutage dank moderner Waschmittel schon bei 30-40 Grad richtig sauber. Im Vergleich zu einem 60 Grad-Programm wird bei 40 Grad immerhin ein Drittel weniger Strom verbraucht. Übers Jahr gesehen kommt da einiges zusammen. Aber wie viel kostet der Betrieb einer Waschmaschine überhaupt? Die Stiftung Warentest hat für die in letzter Zeit getesteten Maschinen die Stromkosten für einen Betriebszeitraum von 15 Jahren ermittelt und in einer Tabelle zusammengestellt.
Für die Rechnung wurde ein typisches Nutzungsszenario von drei Vollwäschen pro Woche mit jeweils zwei Betriebsstunden zu Grunde gelegt. Bei einem angenommenen Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde wurden anschließend die Gesamtstromkosten für die Nutzungsdauer von 15 Jahren errechnet, was einem durchschnittlichen Waschmaschinenleben entspricht. Als Niedrigrekordhalter mit 184 € Stromkosten in 15 Jahren wurde die EBD WA 3214 ermittelt. Mit einem Verbrauch von 0,31 kWh pro Waschgang liegt das Gerät extrem niedrig. Allerdings lautet das test-Qualitätsurteil insgesamt lediglich „ausreichend“. Im Bereich der „gut“ getesteten Geräte mit moderatem Verbrauch finden sich die Frontlader WM14E440 von Siemens und WAE 24140 von Bosch : Hier schlagen die Stromkosten mit insgesamt 284 € zu Buche. Im Bereich der etwas größeren Maschinen mit 7-8 kg Kapazität konnte die WA Pure XL 12 BW von Bauknecht punkten: Mit 309 € Stromkosten und dem test-Qualitätsurteil „befriedigend“ führt sie das Feld in Sachen Niedrigverbrauch klar an.
Die Vergleichstabelle ist auf den Seiten der Stiftung Warentest einsehbar.