Klimaschutz und die Notwendigkeit zum Energie sparen machen auch vor unserer Waschmaschine nicht halt. Wer effektiv etwas für die Umwelt und auch für den Geldbeutel tun möchte, sollte das eigene Waschverhalten noch einmal auf den Prüfstand stellen, denn wer mit Wasser und Strom sparsam umgeht, und Waschmittel entsprechend der Dosieranleitungen einsetzt schützt nicht nur die Umwelt, sondern kann auch die Haushaltskasse schonen. Dr. Klaus Afflerbach vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) beantwortete im Wiesbadener Tagblatt die wichtigsten Fragen rund um Waschen und Klimaschutz.
Zunächst stellt der Experte im Interview klar, dass die Deutschen im Jahr zwar immer noch ca. 600.000 Tonnen Waschmittel, sechs Milliarden Kilowattstunden Strom und immerhin 330 Millionen Kubikmeter Wasser verbrauchen, die Bilanz aber dennoch positiv ausfällt, da der Verbrauch kontinuierlich rückläufig ist. „Die deutschen Verbraucher haben in den vergangenen Jahren ihr Verhalten beim Wäschewaschen kontinuierlich im Hinblick auf die Nachhaltigkeit verbessert“, so Afflerbach. Der Experte stellt fest, dass die Durchschnittstemperatur beim Waschen in den letzten 30 Jahren von seinerzeit über 60 Grad auf heute unter 40 Grad gesunken sei. Der Energieverbrauch konnte aus diesem Grund etwa halbiert werden.
Wer weiter sparen möchte, sollte nicht nur die Temperatur herunter schrauben, sondern auch auf den Wasserverbrauch und die Energieeffizienz der Waschmaschine achten. So weist Afflerbach darauf hin, dass ein Drittel der Waschkosten allein auf den Wasserverbrauch entfallen und auch das alter der Waschmaschine ein Rolle spielt, da Sparen erst seit kurzem in das Bewusstsein der Menschen gerückt ist. Ob die Anschaffung einer neuen Waschmaschine lohnt, soll deshalb der sogenannte Waschrechner klären. Der Rechner wurde von der Universität Bonn entwickelt und anhand der individuellen Nutzungsgewohnheiten und dem Baujahr der Waschmaschine einen ersten Überblick über die entstehenden Kosten vermitteln.
Experte Afflerbach gibt in dem Interview weitere Tipps: So spielt auch die Drehzahl beim Schleudern eine erhebliche Rolle beim Energieverbrauch. Doch nicht niedrige, sondern hohe Drehzahlen helfen sparen, denn je weniger Wasser in der Wäsche verbleibt, umso weniger Energie und Zeit wird zum Trocknen benötigt. Doch wer wirklich sparen möchte verzichtet nach Möglichkeit auf einen elektrischen Wäschetrockner und lässt die Wäsche von Sonne und Wind trocken.