Fast jeder dritte Deutsche hat ihn schon einmal gehabt und kaum jemand ist vor ihm gefeit. Er mag es am liebsten feucht-warm und nervt durch Jucken und Brennen. Die Rede ist von Fußpilz, einer der hartnäckigsten zivilisatorischen Begleiterscheinungen. Denn im Milieu geschlossener Schuhe gedeiht der Tinea pedis, wie der Fußpilz lateinisch heißt, besonders gut. Eine Ansteckung droht meistens dort, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind, also zum Beispiel in der Sauna oder im Schwimmbad. Aber wie gefährlich sind eigentlich infizierte Socken in der Wäsche?
Können Fußpilz-Sporen in der Wäschetrommel auf andere Kleidungsstücke übertragen werden? Nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung ist das tatsächlich möglich. Eine Studie des Instituts für Hygiene und Biotechnologie Hohenstein konnte demnach zeigen, dass sich Pilzsporen bei gemeinsamer Aufbewahrung oder gemeinsamer Wäsche in fremder Kleidung einnisten können. Es gibt aber auch ein gute Nachricht: Eine Wäsche bei 60° wirkt zuverlässig gegen Fußpilz-Sporen. Wer seine Familienmitglieder schützen und eine Weitergabe verhindern will, sollte daher infizierte Textilien stets bei mindestens 60° in der Waschmaschine reinigen.
Um auch empfindliche Wäschstücke zum 100% hygienisch sauber zu bekommen, wird der Zusatz von Hygienespülern empfohlen. Damit werden Sporen und Keime auch bei niedrigen Waschtemperaturen eliminiert. Um sich erst gar keinen lästigen Fußpilz einzufangen, sollte man vor allem nach dem Schwimmbad-Besuch auf trockene Füße achten. Fußpflege-Produkte wie Cremes oder Fußbalsam helfen bei der Vorbeugung, indem die Widerstandsfähigkeit der Haut gestärkt wird.
Foto: B. Schmitt / Pixelio.de
