Apr 03

Foto: pixelio.de /ille

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die Waschmaschine Thema in den überregionalen Printmedien ist. In der Redaktion der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT war man von den innovativen Techniken deutscher Waschmaschinen-Hersteller aber scheinbar so beeindruckt, dass man dieser vermeintlich schnöden Alltagstechnik in der aktuellen Ausgabe (Nr. 15/2009) einen halbseitigen Artikel gewidmet hat. Auf ihrem Streifzug durch die Welt der weißen Wäsche trifft die Autorin auf asymmetrische Wäschetrommeln, Antifleckenprogramme, Infrarotsensoren und Dosierautomaten – all das ist keine Science Fiction, sondern längst etablierte Technik.

Spitzenprodukte deutscher Ingenieurstechnik wie die Miele LiquidWash-Modelle Softtronic W 1749 WPS oder W 4449 WPS verfügen über mehr Rechenleistung als die Apollo-Raumkapsel. Die benötigen sie auch, so DIE ZEIT, um die zahlreichen Automatikprogramme zu managen. Die Zielgruppe sind dabei Technikmuffel, die keine Lust haben, sich durch ellenlange Menüstrukturen zu klicken. Bei den LiquidWash-Geräten wird dem Nutzer soviel Arbeit wie möglich abgenommen: Zunächst wird die Wäsche gewogen, dann das integrierte Flüssigwaschmittel automatisch dosiert. Anhand der Geschwindigkeit, mit der die Wäsche das einströmende Wasser aufnimmt, bestimmt der Mikrochip anschließend mit Hilfe eines Feuchtigkeitssensors die Textilart und aktiviert das entsprechende Waschprogramm. Mit Infrarotstrahlen wird zum Schluss der im Spülwasser gelöste Schmutz gemessen. Bei Bedarf wird das Spülprogramm dann fortgesetzt, bis alles sauber ist.

Besondere Aufmerksamkeit hat DIE ZEIT auch dem aktuellen Trommeldesign gewidmet, denn selbst die Trommelperforation ist längst zum Gegenstand ausgeklügelter Verbesserungen geworden. Große Trommelbohrungen, die für Schäden an den Textilien sorgten, gehören der Vergangenheit an. Bosch und Siemens beispielsweise haben gemeinsam die VarioSoft-Trommel entwickelt: Diese kommt bei den Siemens Waschvollautomaten WM14S441 und WM14S4FF oder beim Bosch-Modell WAS 28775 zum Einsatz und sorgt dank der kleinen Bohrungen dafür, dass im die Wäsche im Schleudergang nicht durch die Löcher gedrückt wird. Zusätzlich verfügt die Trommel über asymmetrische, tropfenförmige Mitnehmer mit einer flachen und einer steilen Seite. Je nach Trommel-Drehrichtung fallen Textilbelastung und Reinigungswirkung unterschiedlich aus. Unterschiedlich empfindliche Materialien lassen sich durch die Dauer der links- und rechtsdrehenden Phasen individuell behandeln.

Bildquelle: pixelio.de /ille

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