Okt 22

Wie sieht die Zukunft des Waschens aus? Neue Technologien ermöglichen die Reinigung von Textilien unter Einsatz eines Bruchteiles der Ressourcen, die gegenwärtig dafür notwendig sind. Glaubt man britischen Forschern, dann hat der Aufbruch in diese Zukunft des Waschens bereits begonnen. Wie Die Welt berichtet, haben Wissenschaftler der Universität Leeds eine Waschmaschine entwickelt, die mit nur einem Liter Wasser pro Waschgang auskommen soll und lediglich zwei Prozent der Energie einer herkömmlichen Waschmaschine verbraucht.

Die technologischen Tricks, durch die solche extrem niedrigen Verbrauchswerte möglich werden, erläutern die Erfinder in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Technology Review (11/2008). Demnach verwendet das Gerät statt großer Mengen Wasser kleine Plastikchips für die Säuberung der Kleidung. Nachdem der Schmutz mit einer geringen Menge Waschwasser gelöst worden ist, werden die Schmutzpartikel durch die saugfähigen Plastikchips aufgenommen. Damit entfällt nicht nur das ressourcen- intensive Ausspülen, die Kleidung kommt zudem fast trocken aus der Wäschetrommel. Selbst hartnäckige Kaffee- oder Lippenstiftflecken lassen sich auf diese Weise entfernen, versichern die Wissenschaftler.

Die Plastikchips werden in einer internen Box im Rücken der Maschine aufbewahrt, während des Waschvorgangs der Wäsche zugeführt und danach wieder automatisch gesammelt. 20 Kilo der Körner sollen aufgrund der hohen Saugfähigkeit für etwa 100 Waschladungen ausreichen. Die Markteinführung durch die eigens gegründete Firma Xeros ist in Großbritannien für nächstes Jahr geplant. Zielgruppe für die Waschautomaten sind dabei sowohl private Haushalte als auch kommerzielle Reinigungsbetriebe.

geschrieben von Maik \\ tags: , , , ,


Eine Antwort hinterlassen: